FUSSBALL.DE Promi-Blog

21. Juli 2011

Tolle Werbung für den Frauenfußball

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DSC 02672 Tolle Werbung für den FrauenfußballEin letztes Mal melde ich mich hier zur Frauenfußball-WM in Deutschland.

Diese Weltmeisterschaft hat sicherlich den Frauenfussball weltweit in neue Dimensionen katapultiert – ein großer Verdienst für das WM-OK rund um Steffi Jones und den gesamten Deutschen Fußball-Bund. Alleine das Finale haben in Deutschland im Schnitt 17 Millionen Menschen am Fernseher verfolgt. Weltweit werden es noch etliche mehr gewesen sein.

Für Japan freut es mich ungemein, dass ihre Fußball-Nationalmannschaft erstmalig überhaupt einen WM-Titel gewinnen konnte. Nach dem schlimmen Erdbeben vor wenigen Monaten hat dieser Erfolg sicher eine ganz besondere Bedeutung für das ganze Land.

Was haben die Spielerinnen gekämpft in diesem doch zunächst ungleichen Finale. Schon nach wenigen Sekunden hätte die USA in Führung gehen müssen, später der gewaltige Distanzschuss von Abby Wambach an die Latte. Japan verlor allerdings nie die Ruhe, machte technisch und taktisch ein tolles Spiel und wartete auf seine Chancen. Nach dem 2:1 von Wambach dachte ich jedoch, das Spiel sei zugunsten der USA entschieden.

Unfassbar aber war, dass Japan durch ein tolles Tor von Sawa nach einem Eckball zurückkam. Das anschließende Elfmeterschießen konnten sie dann schließlich doch deutlich für sich entscheiden. Ich muss ehrlich sagen, dass mich die mentale Stärke der Japanerinnen sehr beeindruckt hat.

Es war ein großartiges Spiel und eine große Werbung für den Frauenfußball. Es hat Spaß gemacht, zuzuschauen.

Der deutschen Mannschaft wünsche ich von Herzen, dass sie sich schnell von dem Schock des Ausscheidens erholen kann. Es ist wichtig, nun positiv nach vorne zu schauen, sich neue Ziele zu definieren und mit dem großen Potenzial, das ohne Zweifel bei vielen Spielerinnen vorhanden ist, wieder anzugreifen. Ich bin absolut sicher, dass wir auch in Zukunft wieder den Weltpokal in Deutschland haben werden.

Und es würde mich für die Sportlerinnen und die Verantwortlichen der Bundesligavereine freuen, wenn viele von den neuen Fans der Frauen-Nationalmannschaft auch zu den Bundesligaspielen pilgern würden.

Die Sportart hätte es absolut verdient.

16. Juli 2011

Deutschland hat sich selbst geschlagen

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cacau1 Deutschland hat sich selbst geschlagenLeider ist mein Traumfinale geplatzt! Mit dem Ausscheiden von Brasilien und Deutschland im Viertelfinale scheiterten meine persönlichen Favoriten überraschend früh. Meine Enttäuschung war riesengroß. Ich war fest davon überzeugt, dass beide es schaffen würden.

Deutschland hat sich aus meiner Sicht selbst geschlagen. Nach einem guten offensiven Spiel gegen Frankreich hätte ich die siegreiche Mannschaft mit den gleichen Spielerinnen wieder auf den Platz geschickt. Denn eine Spielerin wie Lira Bajramaj zum Beispiel ist in der Lage, ein Spiel mit einer Aktion zu drehen. Hinzu kommt, dass sie schon bei den Olympischen Spielen 2008 im Spiel um Platz drei beide Tore zum 2:0 Sieg gegen Japan geschossen hatte. Aus psychologischen Gründen hätte sie den Japanerinnen einen besonderen Respekt eingeflößt. Schade auch, dass Lena Gößling erst sehr spät kam, sie hätte dem Spielaufbau in ihrer Form von Beginn an sehr gut getan.

So war Deutschland sehr berechenbar und Japan wartete auf seine Chance, die es dann auch eiskalt nutzte und die deutschen Fußball-Frauen aus dem Turnier warf.

Nachdem nun meine beiden Favoriten draußen sind, wünsche ich mir, dass Japan den Titel holt. Als Trost könnten wir dann sagen: “Wir sind gegen die Weltmeisterinnen ausgeschieden.”

8. Juli 2011

DFB-Elf technisch auf einem hohen Niveau

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cacau DFB Elf technisch auf einem hohen Niveau Ich habe auch das Spiel gegen Frankreich komplett anschauen können und stimme mit denen überein, die dieses Spiel als das beste Spiel der deutschen Nationalauswahl bei dieser WM gesehen haben. Es war technisch auf einem sehr hohen Niveau, und die vielen schnellen Kombinationen waren Klasse.

Sehr gut gefallen hat mir die Offensiv-Formation mit Inka Grings und Lira Bajramaj. Nicht nur, weil Inka Grings zwei Tore geschossen hat, sondern auch, weil sie Bälle gehalten hat und sehr schnell war in den Bewegungen. Für sie war es sehr gut, dass Lira Bajramaj und Celia Okoyino da Mbabi neben ihr gespielt haben. Lira Bajramaj war sehr wichtig für dieses Spiel. Sie war schnell, technisch stark und hat viele Lücken bei den Gegnerinnen gerissen, auch wenn ihr nicht alles geglückt ist.

Ich denke, es wäre ein Vorteil für Deutschland, wenn diese offensive Formation beibehalten wird, weil gerade gegen die technisch starken und taktisch gut organisierten Japanerinnen es wichtig sein wird, auf ein schnelles Kombinationsspiel zu setzen. So erreicht Deutschland das Halbfinale. Ich hoffe auch, dass Brasilien sich noch steigert, damit sie gegen die USA gewinnen. Mein persönliches Traumfinale würde so näher rücken.”

4. Juli 2011

Mit Marta und Cristiane zum Titel

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DSC 02672 Mit Marta und Cristiane zum TitelBrasilien ist ein fußballverrücktes Land. Wenn die Männer spielen, sitzt fast die gesamte Nation vor den Fernsehschirmen und fiebert mit der Selecao mit. Die Begeisterung für den Frauenfußball ist noch nicht so ausgeprägt, auch wenn Marta, die mehrfache und aktuelle Weltfussballerin des Jahres, im Männerfussball sehr bekannt ist in Brasilien. Sie ist die größte Botschafterin für den Frauenfussball bei uns in Brasilien. Aber auch Cristiane, die in Deutschland beim VfL Wolfsburg und und auch Turbine Potsdam spielte, hat einen besonderen Stellenwert.

Doch die Berichterstattung der Medien auf das große Event in Deutschland ist mit der über den Männerfußball nicht  vergleichbar. Während meines Heimaturlaubs konnte ich im Vorfeld der Frauen-WM in den Medien kaum Berichterstattung wahrnehmen.Doch auch das hat sich mit Beginn der WM letzten Sonntag und natürlich mit dem ersten Spiel gegen Australien geändert. Der Rummel wird jetzt mit jedem Spiel zunehmen, da sämtliche WM-Spiele der Selecao live übertragen werden.

Denn obwohl der Frauenfußball in Brasilien nicht den Stand hat wie der des Rekord-Weltmeisters, ist die Erwartungshaltung groß. Nichts anderes als der WM-Titel wird von den Frauen erwartet, gerade beim großen Rivalen in Deutschland und nach der Niederlage im letzten WM-Finale 2007 in China, als Marta den Elfmeter verschoss. In dieser Beziehung gibt es keinen Unterschied zu den Männern. Dieses Jahr soll endlich die Erfolgsserie der Deutschen Mannschaft durchbrochen werden.

22. Juni 2011

Ich bin wieder heiß auf den Ball

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DSC 02672 Ich bin wieder heiß auf den BallMein Urlaub in meiner alten Heimat Brasilien ist leider schon zu Ende. Mit neuem Mut und frischer Kraft widme ich mich jetzt der Vorbereitung auf die neue Saison. Nachdem der Klassenerhalt mit dem VfB am 33. Spieltag geschafft war, habe ich mich direkt meiner aufgeschobenen Leistenoperation unterzogen.

Der Eingriff bei Dr. Jens Krüger in Berlin ist Gott sei Dank sehr gut verlaufen.  Bevor ich meinen Urlaub antrat, konnte ich schon diverse Trainingseinheiten auf dem Fahrrad absolvieren.

In Brasilien genoss ich neben dem Training und therapeutischen Behandlungen natürlich auch die Sonne und das Wiedersehen mit meiner Familie und der Familie meiner Frau. Für die Urlaubszeit hatte ich aber selbstverständlich auch einen Trainingsplan dabei, mit vielen Laufeinheiten und Stabilisations-Übungen.

Und die Vorbereitung beginnt jetzt richtig. Der Gegner zum Saison-Auftakt interessiert uns dabei noch nicht. Natürlich haben wir wahrgenommen, dass mit Schalke, Gladbach und Leverkusen nicht unbedingt eine leichtes Programm wartet, aber mit den einzelnen Gegnern beschäftigen wir uns erst kurz vor den Spielen. Und Angst müssen wir eh vor keiner Mannschaft haben.

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